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Fliegergruppe Grabenstetten-Teck-Lenninger Tal e.V.

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Segelfliegen

 

Das Höhenruder  
   
Das Höhenruder befindet sich am Ende des Höhenleitwerkes. Wird es nach unten gedrückt, entsteht ein Auftrieb am Höhenleitwerk, das Flugzeug reagiert mit einer Drehung um die Querachse (Nase nach unten, Schwanz nach oben). 
Wird das Höhenruder gezogen, entsteht ein Abtrieb am Höhenleitwerk, der den Schwanz nach unten zieht und die Nase anhebt.

Die Bewegung der Nase nach unten bewirkt, daß das Segelflugzeug auf einer steileren Bahn nach unten gleitet. Es wird schneller, verliert aber auch schneller an Höhe. Dementsprechend führt ein Anheben der Nase zu einer Geschwindigkeitsabnahme und zu einem, wenn auch kurzfristigen, Höhengewinn. 

 

Das Seitenruder  
   
Das Seitenruder befindet sich hinten am Seitenleitwerk des Flugzeuges. Es wird mit den Pedalen nach links oder rechts ausgelenkt. Das Seitenleitwerk dient dazu, das Flugzeug um die Hochachse zu drehen (Gieren). Eine Auslenkung nach links bewirkt einen Unterdruck auf der rechten Seite des Seitenleitwerks, und die Flugzeugnase dreht sich nach links. Eine Rechtsdrehung wird genau umgekehrt ausgeführt. 

Allerdings reicht das Seitenruder allein nicht für einen sauberen Kurvenflug. Ähnlich wie ein Fahrrad muß sich auch ein Segelflugzeug "in die Kurve legen", um nicht aus der Kurve herausgetragen zu werden. Zu diesem Zweck gibt es noch zwei weitere Ruder - die Querruder. 

 

Die Querruder  
   
Die Querlage des Flugzeugs wird mit den Querrudern gesteuert. Sie befinden sich am äußeren Ende der Tragflächen und werden wie das Höhenruder mit dem Steuerknüppel bewegt. Bewegt man den Knüppel nach rechts, so wird das rechte Querruder nach oben und das linke Querruder nach unten ausgelenkt. Dadurch wird rechts Abtrieb und links Auftrieb erzeugt. Die rechte Fläche senkt sich, und die linke Fläche hebt sich. Genauso umgekehrt. Diese Drehung um die Längsachse wird "Rollen" genannt. 

Ein sauberer Kurvenflug kann weder mit den Querrudern noch mit dem Seitenruder allein durchgeführt werden. Man muß immer beide Ruder koordiniert betätigen. 

 

Die Brems- / Störklappen  
   
Um den Gleitwinkel eines Segelflugzeuges beim Endanflug steuern zu können, kann der Pilot Bremsklappen (oder auch Störklappen) betätigen. Sie fahren aus den Tragflächen senkrecht zur Luftströmung aus. Dadurch erhöht sich zum einen der Luftwiderstand des Flugzeugs, zum anderen wird der von den Tragflächen erzeugte Auftrieb verringert und die Gleiteigenschaft des Flugzeugs damit verschlechtert. Die Wirkung der Bremsklappen ist umso größer,  je stärker sie ausgefahren werden. 

 

Die Wölbklappen  
   
Die Wölbklappen befinden sich am hinteren Ende des Tragflügelprofils. Sie dienen dazu, das Profil der Tragflächen an unterschiedliche Fluganforderungen anzupassen. Beim Schnellflug braucht man zum Beispiel einen möglichst geringen Luftwiderstand, wohingegen beim Landen eine größere Autriebserhöhung (langsameres Sinken) und ein größerer Widerstand (Fahrtminderung) von Vorteil ist.